Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Betriebliche Informationssysteme
Seminare

Seminare

Die Bewerbung für die Seminare im Sommersemester 2018 ist bis zum 19.01.2018 um 13 Uhr möglich.

Die Bewerbung am Lehrstuhl für einen Master-Seminarplatz kann über folgenden Link eingereicht werden: Bewerbungsformular Master.

Die Bewerbung am Lehrstuhl für einen Bachelor-Seminarplatz kann über folgenden Link eingereicht werden: Bewerbungsformular Bachelor.

Seminare im SoSe 2018

Der Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Betriebliche Informationssysteme bietet im Sommersemester 2018 je ein Bachelor-Seminar ("Privatsphäre in der digitalen Ökonomie") und ein Master-Seminar ("Datenbasierte Dienstleistungen") an.

Datenbasierte Dienstleistungen (Master-Seminar)

Durch den technologischen Fortschritt können Anbieter von digitalen Dienstleistungen zu geringen Kosten erhebliche Mengen von Informationen über ihre Kunden ermitteln und speichern. Für die Anwender ergibt sich dadurch im Alltag immer wieder  die Frage, ob und welche Informationen sie bei der Dienstleistungsnutzung preisgeben möchten. Der Entscheidungsprozess bezüglich der Datenpreisgabe wird als "Privacy Calculus" bezeichnet und beschreibt die rationale Abwägung der Vorteile und Kosten aus Sicht der Anwender. Die von Unternehmen erhobenen Daten werden über unterschiedliche Wege monetarisiert – dabei arbeiten  (z. B. in Werbenetzwerken) immer öfter verschiedene Firmen zusammen. In diesem Seminar wird der Privacy Calculus und verwandte Themen vor dem Hintergrund solcher Unternehmenskooperationen behandelt.

Privatsphäre in der digitalen Ökonomie (Bachelor-Seminar)

In der digitalen Ökonomie wird Privatsphäre oftmals als handelbares Gut verstanden. So geben beispielsweise Kunden Daten preis, um dafür vermeintlich kostenlose Dienstleistungen zu erhalten (wie zum Beispiel bei Suchmaschinen oder sozialen Online-Netzwerken). Die Regulierung des Handels mit dem Gut "Privatsphäre" ist im Moment im Umbruch: Am 25.05.2018 wird zum Beispiel eine neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) anwendbar. Zudem entwickeln aktuell viele Firmen neue Geschäftsmodelle, die auf dem Handel mit dem Gut "Privatsphäre" basieren. In diesem Seminar wird Privatsphäre aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht.

Master-Seminar WiSe 2017/18: Datenbasierte Geschäftsmodelle aus Anwender- und Anbieterperspektive

Die Geschäftsmodelle von Unternehmen wie Google und Facebook basieren auf der Monetarisierung von Nutzerdaten. In dem Seminar werden solche datenbasierte Geschäftsmodelle sowohl aus Anwender- als auch aus Anbietersicht untersucht. Auf der Anwenderseite steht beispielsweise im Fokus, wie der Entscheidungsprozess bei der Datenpreisgabe (Privacy Calculus) genau abläuft und welche Rolle die Risikowahrnehmung der Anwender (d.h. Privacy Concerns) dabei spielt. Auch Phänomene wie das Privacy Paradox (d.h. warum Anwender trotz eigentlich hoher Privatsphärebedenken ihre Daten preisgeben) werden betrachtet. Aus Anbietersicht werden zum Beispiel die Rolle von Datenschutzerklärungen und Privatsphäre-Siegeln für den Erfolg von datenbasierten Geschäftsmodellen untersucht.

Bachelor-Seminar SoSe 2017: IT-Capabilities and Digital Transformation

Eine zunehmend volatile Geschäftswelt, die durch das Auftreten neuer Wettbewerber und die zunehmende Digitalisierung von Produkten und Geschäftsprozessen geprägt ist, fordert von Unternehmen ein hohes Maß an IT-Agilität. Um diese Agilität sicherzustellen, ist ein nachhaltiger Auf- und Ausbau der IT-Fähigkeiten (IT-Capabilities) in Unternehmen erforderlich. Dabei werden ‚IT-Capabilities‘ in einem breiten Kontext verstanden: Der Begriff bezieht sich sowohl auf das Management und den strategischen Ausbau von IT-Infrastrukturen, die IT-Unterstützung von Geschäftsprozessen als auch auf Strategien zur effektiveren IT-Nutzung und zur Entwicklung digitalisierter Produkte und Geschäftsmodelle. Innerhalb dieses Rahmens bewegen sich die Themen des Bachelor-Seminars „IT-Capabilities and Digital Transformation“ – beispielsweise wird dabei untersucht, welche IT-Capabilites im Zuge der digitalen Transformation zunehmend an Bedeutung gewinnen, wie diese IT-Capabilities nachhaltig auf- und ausgebaut werden können und wie die IT-Infrastruktur in Unternehmen an diese Anforderungen angepasst werden muss. 

Master-Seminar SoSe 2017: IT-basierte Dienstleistungen im B2C und B2B

Zahlreiche Dienstleistungen werden aktuell IT-unterstützt angeboten (z. B. Enterprise Ressource Planning Lösungen als Software as a Service, Abwicklung von Bankgeschäften über Smartphone-Apps), da dies sowohl für die Anwender als auch für die Anbieter zahlreiche Vorteile verspricht (z. B. Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen). Diese Entwicklung betrifft sowohl Dienstleistungen im Business-to-Business (B2B) als auch im Business-to-Consumer (B2C) Bereich. Oftmals können diese IT-untersützten Dienstleitungen jedoch nur erbracht werden, wenn der Kunde bestimmte Ressourcen und insbesondere Daten einbringt. In dem Seminar "IT-basierte Dienstleistungen im B2C und B2B" werden daher aktuelle Forschungsthemen in diesem Kontext betrachtet, wobei ein Fokus auf die Themen Beteiligung des Kunden, Digitalisierungsgrad von Dienstleistungen, Privacy Calculus, Secondary Data Use und Netzwerke von Dienstleistungsanbietern gelegt wird.

Bachelor-Seminar WiSe 2016/17: Strategische Herausforderungen des IT-Managements

Technologische Innovationen, komplexere Geschäftsprozesse, heterogene IT-Landschaften und die zunehmende Relevanz externer Datenquellen führen dazu, dass Informationstechnologie zunehmend den Erfolg- oder Misserfolg von Unternehmen unterschiedlicher Branchen beeinflusst. Diese Entwicklung geht mit hohen IT-Investitionen sowohl in technische Informationssysteme als auch in Mitarbeiter-KnowHow einher. Dabei ist sicherzustellen, dass IT-Ausgaben langfristig durch einen hohen Wertbeitrag in Unternehmen zu rechtfertigen sind. Das strategische IT-Management eines Unternehmens setzt hierzu den konzeptionellen Rahmen um Art und Umfang der zukünftigen Ausrichtung eines Unternehmens auf Informationstechnologie festzulegen. Innerhalb dieses Rahmens bewegen sich die Themen des Bachelor-Seminars „Strategische Herausforderungen des IT-Managements“ – beispielsweise wird dabei untersucht wie IT-Strategie und Outsourcing-Entscheidungen zusammenhängen, wie die IT die Agilität von Unternehmen beeinflusst und wie sich die Adoption technologischer Innovationen auf den Unternehmenserfolg auswirken kann.

Master-Seminar WiSe 2016/17: Dienstleistungen in der digitalen Ökonomie

Die IT-Industrie ist ein entscheidender Treiber für zukünftiges Wachstum über Branchengrenzen hinweg. Im Produktportfolio von IT-Unternehmen nehmen Dienstleistungen (z. B. Beratungsdienstleistungen und Software as a Service) eine immer bedeutendere Rolle ein, was sich u. a. am stetig steigenden Umsatzanteil von Dienstleistungen (z. B. bei SAP) zeigt. In dem Seminar "Dienstleistungen in der digitalen Ökonomie" werden auf der einen Seite grundlegende Mechanismen von IT-Dienstleistungen (z. B. Bedeutung von Daten und Rolle des Kunden während der Dienstleistungserbringung) und auf der anderen Seite dienstleistungsspezifische Facetten (z. B. Adoption von Dienstleistungen und Service Recovery) betrachtet. Untersucht werden dabei IT-Dienstleistungen sowohl im Business-to-Business- als auch im Business-to-Consumer-Bereich.

Bachelor-Seminar SoSe 2016: Datenbasierte Geschäftsmodelle und Privatsphäre

Die Verwendung von kostenlosen internetbasierten Diensten (wie z. B. Google, Facebook oder Dropbox) ist mittlerweile für viele Anwender zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Nutzung dieser Dienste ist jedoch in der Regel nur auf den ersten Blick kostenlos – die Anwender "bezahlen" oftmals mit ihren Daten. Vor dem Hintergrund von „Big Data“ haben sich datenbasierte Geschäftsmodelle zu einem Thema entwickelt, das in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft intensiv und kontrovers diskutiert wird. In dem Seminar zum Thema "Datenbasierte Geschäftsmodelle und Privatsphäre" werden datenbasierte Geschäftsmodelle sowohl aus Sicht der Nutzer als auch aus Perspektive der Anbieter betrachtet. Hierbei wird beispielsweise untersucht, warum Nutzer trotz hoher Privatsphärebedenken ihre Daten preisgeben.